Der Berg, auf dem eine Schildkröte sitzt — und der Naturerholungspark von Jwagusansan, die stille Trostquelle, die der Wald schenkt

Quelle: Jeungpyeong-gun
Quelle: Jeungpyeong-gun

Manchmal muss eine Reise gar nicht weit gehen. Es reicht, einfach in den Wald zu treten, die eigenen Schritte leiser zu machen und auf das Geräusch zu hören, wenn der Wind die Zweige bewegt. Schon eine kleine Begegnung mit der Natur wird zu einer tiefen, erholsamen Pause. Der Naturerholungspark Jwagusansan in Jeungpyeong-gun, Chungcheongbuk-do, ist genau so ein Ort.

Dieser Berg heißt seit jeher Jwagusansan (坐龜山), weil seine Gestalt an eine Schildkröte erinnert, die Glück und langes Leben symbolisiert — und weil „die Schildkröte sitzt“ darin eine besondere Bedeutung hat. Wie sein Name andeutet, nimmt der Berg Menschen langsam, aber ganz behutsam bei sich auf: Man lässt Hast und Eile zurück und begegnet der Natur in seinem eigenen Tempo. Am Fuße des höchsten Bereichs, Hanam Geumbuk Jeongmaek, gelegen, ist der Ort dafür da, den Kopf frei zu bekommen und wieder durchzuatmen.

Zum 4. Mal in Folge als Wellness-Reiseziel — die Kraft von Wald und Meditation

Im Jahr 2026 wurde der Naturerholungspark Jwagusansan erneut in die Liste der „88 ausgewählten herausragenden Wellness-Reiseziele“ aufgenommen, die von der Korea Tourism Organization zusammengestellt wird. Das ist bereits die vierte aufeinanderfolgende Runde seit der ersten Aufnahme im Jahr 2021. Die Bewertungsbereiche sind in sechs Kategorien unterteilt: Food, Stay, Beauty & Spa, Naturheilkunde, Healing & Meditation sowie Koreanische Medizin. Jwagusansan konnte seinen Platz dabei jedes Mal in der Kategorie „Healing & Meditation“ behaupten — nicht nur wegen der schönen Landschaft, sondern weil auch die Tiefe der Programme, die kontinuierlich weiterentwickelt wurde, anerkannt wurde.

Das Haus der Waldmeditation — stille Ruhe auf 300 Metern Hanglage

Das Herz der Heil-Erfahrung in Jwagusansan liegt im Haus der Waldmeditation in einer Höhe von 300 Metern. In dem dreistöckigen Gebäude, das an einem Ort errichtet wurde, an dem sich die von einem dichten Wald freigesetzten Phytonzide sammeln, sind Räume zur Pflege von Körper und Geist über mehrere Ebenen hinweg geschaffen.

Im ersten Stock befindet sich die Wasser-Heilhalle: In warmem Wasser mit Kräutern kann man die Füße baden und dabei den Blick auf den Berg genießen. Außerdem gibt es einen Raum mit Massagesesseln. Im zweiten Stock, im Bereich der Teeräume, kann man je nach Jahreszeit selbst zubereiteten Janggwa (koreanische Süßspeise mit Honig bzw. Sirup) und Tee genießen. Unter dem Teetisch steht zudem eine Fußbadewanne bereit, sodass man gleichzeitig Tee trinken und die Füße eintauchen lassen kann. Der dritte Stock ist ein Meditationsraum. Hier begegnet man dem leisen Gesang der eigenen inneren Stimme — während man zusieht, wie der Wald im Wind „tanzt“.

Die Meditationsmethode, die seit 2017 angeboten wird, ist dabei keineswegs spektakulär. Die dahinterliegende Philosophie lautet: Schon das vollständige Eintauchen in den Wald ist Meditation.

6 Themen-Waldwege — Heilung beginnt schon beim Gehen

Es gibt sechs Themen-Waldwege, darunter der „Bina-ri-Gil“-Weg, der „Baramsori-gil“-Weg (Windklang) und der „Danpungnamu-gil“-Weg (Ahorn-/Herbstbaumweg), damit Kinder wie Erwachsene den Wald in ihrem eigenen Tempo erkunden können. Der Themen-Waldweg mit Birken ist in drei Abschnitte unterteilt (30, 70 und 90 Minuten), sodass man ganz unkompliziert auswählen kann. Besonders der „Danpungnamu“-Weg, der mit Baumdecks gestaltet ist, empfängt Besucher zu jeder Jahreszeit mit einem anderen Gesicht.

Zusätzlich werden verschiedene Wald-Heilprogramme angeboten, zum Beispiel Waldbegleitungs-Meditation, Yoga im Wald, Bambusstock-Massage und Meditation über den Duft des Tees. Gerade jetzt ist der Frühling in Jwagusansan besonders schön: Erst blühen die Kornelkirschen (Sangsuuyu), dann die Magnolien, später die Kirschblüten und schließlich Wildblumen nach und nach. Ab dem 26. März werden außerdem die „Mind-Rest“-Programme angeboten, die Waldbegleitung, Blumentee-Erlebnisse, Fußbäder und Handwerk miteinander verbinden.

Nächte, in denen Sterne herabzuregnen scheinen — eine weitere Form von Heilung

Auch wenn es tagsüber den Wald gibt, ist das nicht alles. In der Umgebung von Jwagusansan wurden entlang des Sternenparadiesparks und des Samgi-Stausees dekorative Lichtinstallationen installiert, sodass man nachts in einem stillen Blick auf die nächtliche Kulisse spazieren gehen kann. In der Jwagusansan-Sternwarte, in der das größte Refraktorteleskop des Landes mit 356 mm installiert ist, kann man Sterne und Planeten am Nachthimmel besonders eindrucksvoll beobachten. Und wenn sich am gleichen Ort tagsüber der Wald und nachts die Sterne begegnen, gewinnt auch eine Reise mit einem Tag oder mit mehreren Nächten ihren ganz eigenen Sinn.

Jwagusansan in der Zukunft — ein Heil-Raum, der noch tiefer wird

Die Verwaltung von Jeungpyeong-gun plant, nachdem sie bereits den Bau von Baumhaushäusern im Wald vorangetrieben hat, zusätzlich auch ein komplexes Gebäude aus einheimischem Holz sowie ein Projekt zur Wiederherstellung eines Birken-Öko-Waldes zu realisieren. Ziel ist es, Jwagusansan als Berg zu entwickeln, an dem man verweilt und sich erholt — als Anlaufpunkt für Aufenthalts- und Heil-Tourismus.

Wenn du erschöpft bist, musst du nicht weit weg. Geh in diesen stillen Berg bei Jeungpyeong-gun, Chungcheongbuk-do. Der Wald wartet immer auf dich.

📍 Informationen zum Jwagusansan-Naturerholungspark

Adresse: 107 Sotjeommal-gil, Jeungpyeong-eup, Jeungpyeong-gun, Provinz Chungcheongbuk-do

Telefon: 043-835-4551

Öffnungszeiten: 09:00–17:30 (jeden Montag geschlossen, bei Programmnutzung ist eine Reservierung erforderlich)

Website: www.foresttrip.go.kr