60 Plätze für Mönche: Ausbildung zu Seon-Meditationsleitern startet

Viertägige Praxisausbildung im Oktober in Gongju: von Hwadu-Seon-Meditation bis Klangmeditation – Anmeldeschluss ist der 30. dieses Monats

Die Zukunftszentrale des Jogye-Ordens des koreanischen Buddhismus veranstaltet vom 6. bis 9. Oktober im Koreanischen Kultur- und Bildungszentrum in Gongju eine Ausbildung zu Seon-Meditationsleitern. Der Kurs ist Teil der Vorbereitungen für die weltweite Verbreitung der Seon-Meditation. Er soll die praktischen Fähigkeiten der Leiter stärken, die künftig Seon-Meditationsprogramme anleiten werden.

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Vier Jahre „Popularisierung der Seon-Meditation“ – nun werden Leiter ausgebildet

Die Seon-Meditation ist ein Projekt unter der Leitung des Generalsekretärs der Zukunftszentrale des Jogye-Ordens, Mönch Il-gam, und hat sich seit dem Amtsantritt von Mönch Jinwoo als 37. Vorsitzendem des Ordens zu einem seiner zentralen Vorhaben entwickelt. Sie ist aus der Übertragung der für den koreanischen Buddhismus charakteristischen Meditationsform Ganhwa-Seon in eine zeitgemäße Sprache hervorgegangen. Anders als bei der Konzentration auf ein Hwadu, eine Meditationsfrage, liegt der Schwerpunkt darauf, das Denken zur Ruhe zu bringen. Nach Angaben der von der Zukunftszentrale des Jogye-Ordens veröffentlichten Unterlagen beruht die Methode auf dem buddhistischen Prinzip des Mittleren Weges: Wenn sich der von Gier und Zorn getrübte Geist beruhigt, tritt die ursprüngliche Weisheit zutage.

Vier Jahre nach dem Start des Projekts ist nun, nach großen Veranstaltungen wie dem Internationalen Seon-Meditationskongress und der Verbreitung von Programmen in einzelnen Tempeln, die nächste Phase erreicht: Menschen sollen ausgebildet werden, die direkt vor Ort unterrichten. Bereits 2024 hatte es einen vergleichbaren Ausbildungskurs mit 50 Plätzen gegeben. Dass diesmal 60 Teilnehmer aufgenommen werden, deutet darauf hin, dass die Zahl der Menschen, die Seon-Meditation lernen wollen, allmählich wächst.

Von der Meditationsfrage bis zur Klangschale: vier Tage voller Praxis

[Bild: Hände bei einer Tee-Meditation mit einer Teetasse oder eine Szene der Klangschalenmeditation – mögliche Bilder auf Unsplash und Pexels über die Suchbegriffe „tea meditation“ und „singing bowl meditation“ prüfen]

Die Ausbildung legt mehr Gewicht auf praktisches Erlernen als auf Theorie. Die Teilnehmer üben sechs Programmformen selbst ein: Hwadu-Seon-Meditation, Mitgefühlsmeditation, Atemmeditation, Gehmeditation, Tee-Meditation und Klangmeditation. Ergänzend stehen Beratungstechniken auf dem Programm. So lernen die Teilnehmer nicht nur, wie sie eine Praxis anleiten, sondern auch, wie sie auf die psychische Verfassung der Teilnehmer eingehen. In Gruppen überarbeiten sie die erlernten Programme, führen sie probeweise durch und stellen sie vor. Gemeinsam beraten die künftigen Leiter, wie sich die Seon-Meditation weiter verbreiten lässt.

Die theoretischen Vorträge befassen sich mit der Stellung der Seon-Meditation in der weltweiten Meditationsbewegung, der Planung und Durchführung von Programmen sowie den Voraussetzungen für ihre Popularisierung. Ziel ist es, durch den Wechsel zwischen Theorie und Praxis Fähigkeiten zu vermitteln, die sich unmittelbar vor Ort einsetzen lassen.

Ein Blick auf den Zeitplan

Am ersten Tag, dem 6. Oktober, beginnt um 13.30 Uhr die Anmeldung; um 14 Uhr folgt die Eröffnungszeremonie. Im großen Hörsaal des Meditationshauses stehen anschließend Vorträge über die Grundlagen der Seon-Meditation und die Entwicklung der Meditation weltweit auf dem Programm. Am zweiten Tag nehmen die praktischen Übungen in Hwadu-Seon-Meditation, Mitgefühlsmeditation und Atemmeditation den Tag ein. Am Abend geht es um die Planung und Durchführung von Programmen. Der dritte Tag ist den praktischen Übungen in Tee- und Klangmeditation sowie Beratungstechniken gewidmet. Am letzten Tag folgt nach der Gehmeditation eine abschließende Dharma-Unterweisung und die Abschlusszeremonie. Das Zertifikat ist zugleich mit dem künftigen offiziellen Zertifizierungsverfahren für Seon-Meditationsleiter verbunden.

Keine Ausbildung für die Allgemeinheit: Zugelassen sind nur Mönche des Jogye-Ordens

Bewerben können sich sowohl Mönche, die bereits Programme in Tempeln mit Seon-Meditations- oder Templestay-Angeboten anleiten, als auch alle anderen Mönche, die sich für Seon-Meditation interessieren. Der Kurs richtet sich nicht an die Allgemeinheit, sondern an Mönche des Jogye-Ordens. Es gibt 60 Plätze, die in der Reihenfolge des Eingangs vergeben werden. Anmeldungen sind vom 9. bis zum 30. September, 16 Uhr, über ein Google-Formular möglich, das auf der offiziellen Website zur Seon-Meditation verlinkt ist. Die Teilnahmegebühr beträgt 300.000 Won.

Neue Führungskräfte für die Seon-Meditation und bessere Ausbildung der Leiter

Mit jedem zusätzlichen Leiter wächst auch die Zahl der Orte, an denen Menschen Seon-Meditation kennenlernen können. Die Zukunftszentrale erklärte, sie hoffe, dass die Ausbildung die Fähigkeiten der Leiter in Mission und Vermittlung festige und darüber hinaus dazu beitrage, allen Bürgern – einschließlich der Buddhisten – mehr innere Ruhe zu ermöglichen.