World Wellness Tourism Fair in Seoul 2026: Bangjja-Yugi-Soundbath

Ende September findet im Seouler Viertel Anguk ein Bangjja-Yugi-Soundbath statt, bei dem koreanische traditionelle Bangjja-Yugi-Gefäße zum Klingen gebracht werden.

Die Sitzung ist Teil des Programms der World Wellness Tourism Fair in Seoul 2026. Die von World Biz & Sports World veranstaltete Messe findet am 28. und 29. September über zwei Tage statt. Bei ihrer fünften Auflage steht sie unter dem Motto „Wellness & Local“ und verbindet Seouls traditionelle Hanok-Häuser und lokale Kulturressourcen mit Wellnessangeboten wie Meditation, Yoga, Teezeremonien, Düften und Soundbaths. Nach einem Bericht der Wolyo Shinmun beginnt die Eröffnungszeremonie am ersten Tag um 13.30 Uhr im internationalen Konferenzsaal des Bankers Club im Bezirk Jung-gu. Anschließend folgen Mitmachprogramme unter anderem im Hanok-Dorf Bukchon und im Hanok-Dorf Eunpyeong. Die Veranstalter erklärten, sie wollten traditionelle Kultur und Wellnesstourismus in Seoul verbinden und damit ein neues Tourismusmodell präsentieren.

Bangjja-Yugi-Soundbath: Der lange Nachhall vielfach gehämmerter Gefäße

Unzählige Hammerschläge machen das Bangjja-Yugi-Gefäß

Für Bangjja-Yugi wird eine Legierung aus geschmolzenem Kupfer und Zinn im Feuer erhitzt und mit dem Hammer unzählige Male in Form getrieben. Anders als beim Gießen, bei dem flüssiges Metall in eine Form gegossen und ausgeprägt wird, entsteht das Gefäß durch Schicht um Schicht gesetzte Hammerschläge. Deshalb bricht der Klang nach dem Anschlagen nicht schnell ab, sondern hält lange an. Das macht Bangjja-Yugi den traditionell gefertigten Klangschalen ähnlich. Inzwischen wird es daher immer häufiger anstelle nepalesischer Klangschalen verwendet. 

Eine Zeit, in der der Klang die Meditation führt

Ein Soundbath ist, wörtlich genommen, eine Meditation, bei der man in Klang eintaucht. Anders als bei einer geführten Meditation, die die Aufmerksamkeit auf den Atem oder ein Mantra lenkt, führt der Nachhall des Instruments den Geist ins Hier und Jetzt. Im Ausland übernehmen diese Aufgabe meist Klangschalen und Gongs. In dieser Sitzung tritt Bangjja-Yugi an ihre Stelle. Die Veranstalter beschreiben die Stunde als hochwertige Klangheilung, die mit dem klaren, tiefen Nachhall des Bangjja-Yugi die Sinne von Körper und Geist nach den Strapazen des Alltags wecken soll.

Ein Abend in Anguk: Eine Stunde lang das Tempo drosseln

Das von der Dozentin Park Seol-ah geleitete Bangjja-Yugi-Soundbath findet am Montag, dem 28. September, von 18.30 bis 19.30 Uhr im dritten Stock des Amor Napoli in Anguk statt. Park Seol-ah hat bereits immersive Klangmeditationskonzerte und zahlreiche weitere Aufführungen konzipiert. Die einstündige Sitzung beginnt in dem Viertel nahe den Hanok-Gassen von Bukchon, wenn die Sonne langsam sinkt.

Montagabend, die Woche hat gerade begonnen und der wohl geschäftigste Tag liegt noch vor einem. Auf dem Heimweg kurz den Kurs zu ändern und sich einem einzigen Klang anzuvertrauen: Schon diese eine Stunde könnte dem Rest der Woche eine etwas andere Färbung geben.

Dem Klang bis zum Ende folgen

Eine Erkenntnis hat sich mir durch die Meditation erschlossen: Stille ist kein Zustand ohne Klang, sondern eher eine Haltung gegenüber dem Klang. Wer lauscht, bis der Nachhall des Bangjja-Yugi vollständig verklungen ist, erlebt, wie mit dem leiser werdenden Ton auch die Gedanken im Kopf allmählich zur Ruhe kommen. So wie das unzählige Male gehämmerte Gefäß seine Hammerschläge als klaren Klang zurückgibt, könnte sich vielleicht auch die Last des Tages, die sich in unserem Körper angesammelt hat, auf diese Weise lösen.

Es ist ein Abend, an dem der Klang der Tradition zur modernsten Form der Erholung wird. Für diesen Montag sei empfohlen, sich selbst eine Stunde zu schenken.


Veranstaltungsinformationen

Datum: Montag, 28. September 2026, 18.30–19.30 Uhr

Ort: dritter Stock des Amor Napoli in Anguk

Parken: kostenpflichtiger Parkplatz des Hyundai-Gyedong-Gebäudes; nach Angaben der Veranstalter 9.000 Won für 2 Stunden