Nationales Museum Jeonju: Klangbad-Heilungsmeditation mit dem Schatten des Waldes

An einem frühen Morgen im Frühling breitet sich ein leiser, tiefer Klang in den Ausstellungsräumen des Museums aus, in denen die Artefakte ruhen. In der Zeit, in der die Obertöne der Klangschalen den Raum durchströmen und sich langsam in den Körper hinein senken. Das Nationale Museum Jeonju hat zum „Kultur ist da“-Kulturtag im April einen besonderen Ort der Heilung eingerichtet.

Das Nationale Museum Jeonju (Direktor Park Gyeong-do) bietet am Samstag, dem 18. April, in der 2. Etage der ständigen Ausstellung „Klangbad-Heilungsmeditation mit dem Schatten des Waldes“ an. Unter dem Motto „Der Atem des Taejo, meine Ruhe“ entfaltet diese Veranstaltung, die die historische Tiefe und die ruhige (statische) Energie, die im Taejo-Porträt der Joseon-Dynastie – also einem Eojin-Porträt (御眞) – spürbar ist, als moderne Heilerzählung neu. Damit ist sie mehr als nur ein gewöhnliches Meditationsprogramm.

Mit Klang den ganzen Körper reinigen und innere Stille herbeiführen

Ein Sound Bath bedeutet wörtlich „mit Klang den ganzen Körper reinigen“. Es ist eine sehr wirksame Klangmeditation, bei der man sich so entspannt, als würde man den gesamten Körper in die Schwingungen und Obertöne eintauchen lassen, die aus verschiedenen Instrumenten entstehen – etwa Klangschalen, Gong und Kristallklangschalen. Da die Meditation im Liegen durchgeführt wird, können auch Anfänger ohne großen Aufwand teilnehmen. Die tiefen Obertöne bringen die Gehirnwellen in den Alpha- und Theta-Bereich, lösen so die körperliche Anspannung und führen die innere Ruhe nach innen.

Besonders die Schwingungen der Himalaya-Klangschalen sollen, so ist bekannt, nicht nur einen akustischen Reiz darstellen, sondern sogar bis auf zelluläre Ebene des Körpers eine feine Massagewirkung entfalten. Das Gefühl, wenn der Klang durch die Haut hindurch zu Knochen und Muskeln gelangt – genau diese Erfahrung ist der Grund, warum Menschen, die ein Klangbad einmal kennengelernt haben, immer wieder zurückkommen.

Begegnung von Taejo-Eojin und Klangmeditation – Schnittpunkt von Geschichte und Heilung

Das Besondere dieser Veranstaltung liegt im Zusammenspiel von Ort und Inhalt. In einer Ecke der Ausstellung läuft derzeit die thematische Sonderausstellung „Den Archivschatz der Aufzeichnungen erschließen“. In der Atmosphäre dieses Raums entfaltet sich das Klangbad. Vor dem Eojin, das die 600 Jahre der Joseon-Dynastie in sich trägt, wirkt die Szene, in der sich Menschen heute in die Wellen des Klangs hineinlegen, geradezu wie ein künstlerisches Erlebnis an sich.

Nach der Meditationserfahrung folgt eine Gesprächszeit mit dem Kurator. Wenn Körper und Geist zur Ruhe gekommen sind und man die Artefakte betrachtet, öffnet sich mitunter ein ganz anderer Blick als sonst. Das ist der Moment, in dem sich das Museum von einem bloßen Besuchsort zu einem Raum für Heilung und Nachdenken wandelt.

Fort vom Alltagslärm – hinein in die Stille des Museums

Zwischen den täglichen Benachrichtigungen und dem Lärm suchen viele Menschen zunehmend nach dem Ort, an dem man „gar nichts hört“. In diesem Sinne ist das Museum der idealste Meditationsort mitten in der Stadt. Zwischen den Artefakten, in denen noch der Atem und Geist vergangener Jahrhunderte bewahrt sind, den eigenen Atem zu wählen – genau darin liegt der Grund, warum diese Veranstaltung an dem Ort, dem Museum Jeonju, noch tiefer nachklingt.

Ein Frühlingsmorgen im April: die Erfahrung, im zweiten Stock des Museums eine Yogamatte auszubreiten und sich hinzulegen. Wenn man die Augen schließt, fließt der Klang der Klangschalen über die Decke, und mit den Schwingungen wird der Körper nach und nach schwerer – und zugleich leichter. Eine Zeit, in der man sich angesichts der Last der Geschichte kurz selbst zurücklegt. Das Frühlings-Klangbad im Nationalen Museum Jeonju öffnet genau diese Tür und wartet darauf, dass Sie eintreten.

Die Anmeldung beginnt am 10. April um 10:00 Uhr und wird nach dem Prinzip „first come, first served“ über die offizielle Website des Nationalen Museums Jeonju (jeonju.museum.go.kr) vergeben.