Jangheung-gun macht den Sprung zu einer „Heil-Tourismusstadt“… 12 Milliarden Won für „The Retreat Tourism“

Jangheung-Zentrum für psychische Gesundheit und Heilung / Foto = vom Provinzamt Südjeolla bereitgestellt
Jangheung-Zentrum für psychische Gesundheit und Heilung / Foto = vom Provinzamt Südjeolla bereitgestellt

Der Landkreis Jangheung in der Provinz Südjeolla hat eine Grundlage geschaffen, um als Tourismusstadt zu neuem Selbstverständnis aufzubrechen, in der „Ruhe“ und „Erholung“ als zentrale Werte im Mittelpunkt stehen. Nachdem der Landkreis Jangheung beim projektbasierten regionalen Tourismusentwicklungsprogramm des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus für 2026 die finale Auswahl erhalten hat, wird das Vorhaben im Gesamtvolumen von 12 Milliarden Won mit insgesamt 6 Milliarden Won an staatlichen Mitteln nun zügig umgesetzt.

Jangheung-gun für das projektbasierte regionale Tourismusentwicklungsprogramm des Ministeriums ausgewählt

Die Provinz Südjeolla teilte am 26. mit, dass der Landkreis Jangheung beim Ausschreibungsverfahren des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus für das projektbasierte regionale Tourismusentwicklungsprogramm 2026 ausgewählt worden sei. Der Projektname des Landkreises Jangheung lautet „The Retreat Tourism (The Retreat Tourism), Jangheung, eine Heil-Tourismusstadt in der Republik Korea“.

Das projektbasierte regionale Tourismusentwicklungsprogramm ist ein Vorhaben des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus, das die Gebietskörperschaften dabei unterstützt, alte und ungenutzte touristische Ressourcen in der Region wiederzubeleben und potenzialreiche Tourismusinhalte zu erschließen. Die Bedeutung ist groß, weil man sich damit von der zentralstaatlich gesteuerten Infrastrukturaufbau-Methode abwendet: Die Gebietskörperschaften entwerfen den Plan selbst und übernehmen auch das operative Management. Die ausgewählten Regionen erhalten über vier Jahre staatliche Mittel; von der Ausarbeitung der Detailpläne bis zu den Phasen der Steuerung und des Betriebs erhalten sie dabei Unterstützung durch das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus sowie das Korea Culture & Tourism Institute.

Für das Vorhaben des Landkreises Jangheung werden neben 6 Milliarden Won an staatlichen Mitteln und weiteren Landesmitteln insgesamt 12 Milliarden Won eingesetzt.

„Schweigen“ als Reisezweck… „The Retreat Tourism“

„Retreat“ bedeutet, im Alltag einen Schritt zurückzutreten und sich Zeit zur Erholung von Körper und Geist zu nehmen. Für Menschen, die vom schnellen Leben in der Stadt erschöpft sind, wurde „kurzes Innehalten“ selbst zum dringenden Reisegrund.

Mit „The Retreat Tourism“ verfolgt der Landkreis Jangheung einen heilenden, auf das Verweilen ausgerichteten Tourismus, der sich von Tourismusformen mit Fokus auf Besichtigung und Konsum abwendet. Statt Sehenswürdigkeiten schnell abzuarbeiten und weiterzureisen, will man das Erlebnis zum Markenzeichen der Stadt machen, bei dem man Atem und Rhythmus an Wäldern und am Meer wiederfindet und anschließend in den Alltag zurückkehrt. Es handelt sich nicht einfach um eine Entwicklung, die zusätzliche Attraktionen schafft, sondern um ein Konzept, das darauf zielt, in den Mittelpunkt zu stellen, was Besucher in der Zeit ihres Aufenthalts wiedererlangen und mitnehmen.

Ein Land der Heilung, das der Zypressenwald herangezüchtet hat: Jangheung

Die Voraussetzungen, damit Jangheung sich als Heil-Tourismusstadt präsentieren kann, beruhen auf natürlichen Ressourcen, die über lange Zeit aufgebaut wurden.

Der „Jeongnamjin“-Zypressenwald „Woodland“ an den Ausläufern des Eokbul Mountain ist ein Wald-Heil-Ort, der eine rund 100 Hektar große Zypressenbaum-Pflanzung beherbergt. In den Waldwegen, in denen Zypressen seit mehr als 40 Jahren dicht an dicht stehen, ist reichlich Phytonzide vorhanden; als Ort gilt er, an dem allein schon das langsame Gehen Körper und Geist wieder ordnet. Dazu zählen aufenthaltsorientierte Einrichtungen wie „Heilswald“, „Zypressensalzhäuschen“ und eine barrierefreie Dek-Road-Mallegil, sodass man einen ganzen Tag lang bleiben, sich ausruhen und regenerieren kann.

Auch die „Jeongnamjin“-Marke ist ein Kapital für Jangheung. „Jeongnamjin“ trägt die Bedeutung „Jeongnam“ als Richtung Süden, bis ans Ende der Bucht – „bis zum südlichen Ende des Meeres“. Inhalte, die Natur und regionale Kultur miteinander verbinden, sind bereits etabliert, etwa das „Jeongnamjin Jangheung Water Festival“ und der „Jeongnamjin Jangheung Toyo-Markt“. Es wird erwartet, dass die zentrale Aufgabe des Projekts darin bestehen wird, diese bislang verstreuten Ressourcen unter einem einzigen Thema, nämlich „Heilung“, zusammenzuführen.

Zudem werden die Bedingungen für Jangheung als Reiseziel mit Übernachtung weiter gestärkt, nachdem sich die Erreichbarkeit vom Großraum der Hauptstadtregion durch die Eröffnung der Eisenbahnstrecke im Jahr 2026 noch verbessert.

Eine Reise über vier Jahre – am Anfangspunkt steht man jetzt

Die aktuelle Auswahl markiert den Startpunkt des Projekts. Im ersten Jahr soll durch die Erstellung eines Grundplans festgelegt werden, welche konkreten Inhalte das Vorhaben umfasst und wie groß die Einrichtungen ausfallen. Welche Räume neu geschaffen werden und wie die bestehenden Ressourcen miteinander verbunden werden, wird in der nächsten Planungsphase Konturen erhalten.

Angesichts des Rückgangs der regionalen Bevölkerung und der Veränderungen in der Tourismusumgebung ist zu beobachten, ob die Herausforderung des Landkreises Jangheung, die „Ruhe“ in den Mittelpunkt stellt, der Region neue Lebenskraft einhauchen kann. In einer Zeit, in der für manche die dringendste Reise darin besteht, einmal kurz durchzuatmen, hat man mit dem Zypressenwald von Jangheung die Antwort schon lange vorbereitet.