[Meditationskolumne von Oh Hye-sun] Weltweite Wellnesswirtschaft erreicht 6,8 Billionen Dollar – mentale Gesundheit rückt ins Zentrum der Branche

Der Markt für Meditation und Achtsamkeit hat sich innerhalb der Wellnessbranche zu einem der am schnellsten wachsenden Bereiche entwickelt. Nach dem am 19. November 2025 veröffentlichten „2025 Global Wellness Economy Monitor“ des US-amerikanischen Non-Profit-Forschungsinstituts Global Wellness Institute (GWI) belief sich das weltweite Volumen der Wellnesswirtschaft 2024 auf 6,8 Billionen Dollar.

In fünf Jahren nähert sich der Markt der Marke von 10 Billionen Dollar

Das Institut erwartet, dass der Markt bis 2029 auf 9,8 Billionen Dollar anwächst. Von 2019 bis 2024 lag die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bei 6,2 Prozent; von 2024 bis 2029 dürfte sie sich auf 7,6 Prozent beschleunigen. Im Vergleich zu 2013 hat sich das Volumen damit verdoppelt.

Catherine Johnston, leitende Forscherin am GWI, erklärte, die Wellnesswirtschaft habe das Niveau vor der Pandemie vollständig wieder erreicht. Zugleich zeige sich nun deutlich, wie stark dieser Trend als Konsumbewegung sei.

Mentales Wohlbefinden zählt zu den wachstumsstärksten Segmenten

Von den elf im Bericht unterschiedenen Bereichen verzeichneten Wellnessimmobilien mit 19,5 Prozent pro Jahr, Spas mit 14,6 Prozent, Wellnesstourismus mit 13,8 Prozent, mentales Wohlbefinden mit 12,4 Prozent sowie Thermal- und Mineralquellen mit 11,1 Prozent zwischen 2019 und 2024 die höchsten Wachstumsraten. Auffällig ist, dass das Segment des mentalen Wohlbefindens, zu dem Meditation und Achtsamkeit gehören, damit in der Spitzengruppe liegt.

Dieser Trend dürfte anhalten. Für den Zeitraum bis 2029 wird für das mentale Wohlbefinden ein jährliches Wachstum von 10,1 Prozent erwartet. Damit liegt das Segment hinter Wellnessimmobilien mit 15,8 Prozent sowie der traditionellen und alternativen Medizin mit 10,8 Prozent.

Die USA sind der größte Markt für mentales Wohlbefinden, gefolgt von China. Zu den wichtigsten Säulen des Segments zählen Meditations-Apps und Dienstleistungen rund um den Schlaf.

Nur Wellness am Arbeitsplatz schrumpfte

Nicht alle Bereiche legten zu. Wellness am Arbeitsplatz ging zwischen 2023 und 2024 um 1,5 Prozent zurück und war damit das einzige der elf Segmente, das schrumpfte. Das lässt sich als Folge der Kürzungen bei betrieblichen Wellnessprogrammen deuten, während Unternehmen ihre Sozialbudgets zusammenstrichen.

Die Zahlen zeigen, dass Bereiche wachsen, für die Einzelne selbst Geld ausgeben, während jene schrumpfen, die zuvor von Unternehmen finanziert wurden.

Pro-Kopf-Ausgaben in Asien liegen bei einem Dreizehntel Nordamerikas

Die regionalen Unterschiede bleiben groß. Bei den jährlichen Wellnessausgaben pro Kopf lag Nordamerika mit 6.029 Dollar an der Spitze, gefolgt von Europa mit 1.876 Dollar, Lateinamerika und der Karibik mit 607 Dollar, Asien mit 471 Dollar sowie dem Nahen Osten und Nordafrika mit 339 Dollar. In Asien wird damit nur ein Dreizehntel des nordamerikanischen Niveaus erreicht.

Die regionalen Wachstumsraten lagen im selben Zeitraum bei 7,9 Prozent in Nordamerika, 7,2 Prozent im Nahen Osten und in Nordafrika sowie 6,3 Prozent in Europa.

Was Korea daraus lernen sollte

Die Zahlen weisen in eine klare Richtung. Nordamerika und Europa verfügen über die größeren Märkte, während in Asien noch erhebliches Wachstumspotenzial besteht. Chancen liegen dort, wo heimische Angebote für Meditation und Achtsamkeit sowie Wellnesstourismus-Ressourcen, die Bergklöster und Heilwälder miteinander verbinden, auf dieses Potenzial treffen.

Die Pressemitteilung enthält keine gesonderten Zahlen zu Korea. Wer die Größe des heimischen Marktes einschätzen will, muss die länderspezifischen Daten im vollständigen Bericht gesondert auswerten. Der koreanische Markt, der Wellness derzeit schnell für sich entdeckt, wird diese Dynamik jedoch unbestreitbar schneller als jeder andere Markt entfalten. Bereits unter der Generation der 20- und 30-Jährigen breitet sich Wellness wie eine eigene Freizeitkultur aus. Es wird erwartet, dass Wellness innerhalb von zwei bis drei Jahren zu einer Säule des Lebensstils wird. Damit es jedoch nicht bei einer Freizeitkultur bleibt, sondern zu einer tragenden Säule der psychischen Gesundheit in Korea wird, müssen noch zahlreiche Hürden überwunden werden.

Kontakt zur Redaktion: fare3041@naver.com