2026 Kongress des Koreanischen Meditationsvereins eröffnet – vielfältige Meditationserfahrungen mit Musik, Kunst und Bewegung

Am 19. April 2026 wurde an der Musikhochschule der Sookmyung Women’s University unter dem Thema „Achtsamkeit und Kunst“ die diesjährige erste Ordentliche Sitzung abgehalten.

Der Grund, warum der gemeinnützige Koreanische Meditationsverein seine erste Ordentliche Sitzung dieses Jahr über die Begegnung mit Kunst gestaltet hat, liegt genau darin. An dem Tag kamen rund 100 Teilnehmende zusammen; die Veranstaltung wurde dabei nicht als Vortrag durchgeführt, sondern als „Ort zum direkten Erleben“.Man muss nicht die Augen schließen und ganz still sitzen, um zu meditieren. Schon ein Ton auf der Geige, bei dem Tränen in einem aufsteigen, oder die Erfahrung, dass sich etwas, das man lange festgehalten hat, langsam löst, wenn man Ton/Knete knetet – auch das ist Meditation, bei der man „genau diesen Moment“ mit dem ganzen Körper spürt.

Vormittag: Vorstellungsbilder durch Musik erleben

Das Vormittagsprogramm wurde vom Direktor Kim Dong-gyu des On-Dam Kunst- und Psychologieforschungsinstituts geleitet. Gemeinsam mit dem Live-Spiel auf der Violine (Hong Na-kyung) und dem Synthesizer (Moon Sang-in, Lee Woo-sook) war es eine Zeit, in der man dem Atem und den Vorstellungen folgt. Die angeleitete Meditation unter Verwendung therapeutischer Techniken wurde zusammen mit dem Live-Musikvortrag fortgeführt, und daran, dass dazwischen immer wieder ein Schluchzen zu hören war, zeigte sich, dass viele der Teilnehmenden intensive Erfahrungen und tiefe Rührung machten.

Nachmittag: Meditationslandschaften in drei Richtungen

Am Nachmittag liefen gleichzeitig drei Sessions: Musikmeditation, Kunstmeditation und Bewegungsmeditation.

In der Musikmeditation führte Dr. Kim Si-gyung (Forschungsprofessorin an der Incheon Catholic University, R-Klasse-Spezialistin für Meditationsanleitung) die Übung zum Aufbau von Achtsamkeit mit dem Thema „Erfahrung der Rezeption von Musik“. Dr. Jang Mun-jeong (Musiktherapeutin im Myongji Hospital, T-Klasse-Spezialistin für Meditationsanleitung) gestaltete eine Zeit, in der man Wärme und Barmherzigkeit im Inneren mit Hilfe der Musik teilt.

In der Kunstmeditation übernahm Dr. Kim Soo-in (Cha University of Medical Sciences, T-Klasse-Spezialistin für Meditationsanleitung) die Session „Blüten zum Leuchten bringen“: Dabei wird die innere Achtsamkeit durch Farben und Linien visualisiert. Es war eine Arbeit, bei der man sich nicht unter dem Druck stellen musste, „gut zeichnen“ zu müssen, sondern sich einfach in die Richtung bewegte, in die die Farben sich von selbst ausbreiteten. Kim Min-kyung führte die Teilnehmenden an, indem sie mit einer Sinnesmeditation, die sich auf den taktilen Eindruck von Ton/Knete konzentriert, Gedanken loslassen konnten.

In der Bewegungsmeditation leitete die Geschäftsführerin Shin Su-rin (Siot- Kunst- und Psychologie-/Traumaforschungsinstitut) eine Zeit, in der eingefrorene Empfindungen geweckt und der Körper befreit wurde – unter dem Thema „Von Unbewegtheit zu Fluss“.

Die Türen der Meditation, die die Kunst öffnet

Die diesjährige Ordentliche Sitzung hat Meditation nicht in den Bereich bestimmter Techniken oder Trainings verlegt, sondern als eine alltägliche Praxis aufgegriffen, die man in einer künstlerischen Erfahrung für sich entdecken kann – zugänglich für jede Person. Der Koreanische Meditationsverein ist ein Verband, der auf der Grundlage empirischer Forschung zur Wirkung und zum Training von Meditation verschiedene Programme entwickelt, verbreitet und ausbaut. Er führt weiterhin kontinuierlich die Ausbildung von Spezialistinnen und Spezialisten für Meditationsanleitung sowie Bildung durch und verfolgt das Ziel, Meditation wissenschaftlich zu fundieren und allgemein zugänglich zu machen. Der Koreanische Meditationsverein (Vorsitz: Park Do-hyun) plant, solche erfahrungsorientierten ordentlichen Sitzungen auch in Zukunft fortzuführen; außerdem ist im Mai eine Folgeveranstaltung vorgesehen.