Sondervortrag von Professorin Oh Kyung-sook zu Vinijoga am 5. September in Bucheon.. Menschen nicht an Yoga anpassen, sondern Yoga an den Menschen

Wer schon einmal eine Yoga-Stätte besucht hat, kennt eine Situation, die man früher oder später erlebt. Neben der Matte steht ein Übender und vollendet eine Bewegung scheinbar mühelos – während der eigene Körper nur steif dasteht und sich dagegenstemmt. Genau an dieser Stelle setzt Vinijoga an. Statt den Körper auf einen festgelegten Bewegungsablauf einzustellen, wird Yoga neu entworfen – passend zu dem eigenen Körper und zur aktuellen Verfassung. Für die Gelegenheit, diese alte Weisheit direkt kennenzulernen, wurde ein entsprechender Kurs eingerichtet.

Der Verband für koreanische Körper- und Psychopädagogik gab bekannt, dass am Samstag, dem 5. September, von 13 bis 17 Uhr im Bucheon „Jigeum Yoga Studio“ ein Vinijoga-Sondervortrag stattfindet: „Maßgeschneidertes Yoga für mich, erwachtes Körpergefühl mit Vinijoga“.


Yoga beginnt nicht mit vorgegebenen Bewegungen, sondern mit dem eigenen Körper

Vinijoga ist eine Übungspraxis, die in der Tradition des indischen Krishnamacharya verwurzelt ist – der oft als Vater des modernen Yoga bezeichnet wird. „Menschen nicht an Yoga anpassen, sondern Yoga an den Menschen“ lautet die Kernlehre. Weil Bewegungen und Atmung flexibel an den individuellen körperlichen Zustand, das Alter und die Regenerationsfähigkeit angepasst werden, so die Erklärung der Veranstalter, können auch Anfänger mit stark verkrampftem Körper oder Menschen mit Schmerzen ohne Überforderung an die Praxis herangehen.

Der Sondervortrag wird in drei Schwerpunkten durchgeführt. Erstens: maßgeschneidertes Training, bei dem Yoga nach der Tradition von Krishnamacharya individuell auf die jeweilige Situation und die jeweiligen Funktionen abgestimmt wird. Zweitens: Regeneratives Training mit sanften, auf die Wirbelsäule ausgerichteten Bewegungen, um eine eingerissene Haltung zu korrigieren und die Lebensenergie zu wecken. Drittens: Übung zur Wahrnehmung von Sinneseindrücken – ein Training, bei dem man einen meditativen Zustand erlebt, in dem sich die Gedanken beruhigen, während man mit korrekten Atemtechniken die Atemmenge steigert und die Ruhe im Geist erfährt.

Vom Überblick bis zur Atemübung: 4-Stunden-Kurrikulum

Das Kurrikulum besteht aus vier Teilen: Überblick über Vinijoga, Vinijoga-Asanas, Verständnis von Pranayama sowie Grundlagenpraxis von Pranayama. Zuerst versteht man mit theoretischem Unterricht die Philosophie von Vinijoga, danach lernt man Asanas körperlich kennen und übt anschließend im selben Ablauf am selben Tag bis zur Prinzip-Erklärung und zur Grundlagenpraxis von Pranayama, also der Atemübung. Die Veranstalter stellen vor, dass es dabei nicht um ein zwanghaftes Mitmachen von Übungen geht, sondern um eine Zeit, in der man die eigenen Körpersensationen sehr genau beobachtet und so die Lebenskraft im Inneren weckt.

Die Leitung des Vortrags übernimmt Professorin Oh Kyung-sook von der Wonkwang Digital University. Professorin Oh ist promovierte Wissenschaftlerin in „Lehre für Heilung durch Integration von Körper und Geist“ und zugleich Expertin für Vinijoga. Sie betreibt auf Jeju eine Naturheilungs-Yoga-Center und ist als stellvertretende Vorsitzende der Korea Yoga Alliance tätig. Sie hat zudem über lange Zeit vor Ort maßgeschneidetes Heil-Yoga geleitet, unter anderem als Vorsitzende des Yoga-Verbands in der Region Jeju.

Teilnahmehinweise

Der Sondervortrag findet am Samstag, dem 5. September 2026, von 13 bis 17 Uhr, also vier Stunden lang, in Bucheon, im 3. Stock des „Heerioum Town“ in der Beoman-ro 221, „Jigeum Yoga Studio“, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 120.000 Won; wer sich bis zum 31. Juli frühzeitig anmeldet, zahlt 100.000 Won.

Anmeldungen werden über den Naver-Blog des Verbands für koreanische Körper- und Psychopädagogik (http://blog.naver.com/kasp_edu) sowie telefonisch (010-7657-6802) entgegengenommen. Für diejenigen, die sich daran ermüdet haben, Yoga an den eigenen Körper anzupassen, gilt: Dieser Sondervortrag dürfte für sie eine zugleich fremde und zugleich angenehme Erfahrung sein – nämlich die Erfahrung, dass Yoga auf einen selbst zukommt.